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02. November 2009

Saubere Strafen für saubere Luft auf österreichischen Autobahnen

 

ADAC: Bei Feinstaub-Tempolimit drohen Bußgelder bis zu 2180 Euro München/Wien. Was bedeutet eigentlich das Kürzel IG-L, das manchmal unter der Geschwindigkeitsanzeige auf den elektronischen Verkehrsleittafeln der österreichischen Autobahnen steht? Diese Frage werden sich jetzt wieder viele Autofahrer stellen, die in den Herbstferien auf der Brenner- oder der Tauernroute unterwegs sind. Es steht für "Immissionsschutzgesetz Luft". Wenn es erscheint, kann es für Temposünder extrem teuer werden, warnt der ADAC. Das Gesetz greift, wenn auf den limitierten Streckenabschnitten erhöhte Luftschadstoffwerte gemessen werden und bei Verstößen automatisch erhöhte Bußgeldsätze gelten. Tempoüberschreitungen werden dann mit bis zu 2180 Euro geahndet. Ohne IG-L-Hinweis wären maximal 726 Euro fällig. Derzeit bestehen auf rund 240 Kilometern des österreichischen Autobahnnetzes luftgüteabhängige Geschwindigkeitsbeschränkungen von maximal 100 km/h. Durch das Tempolimit sollen die Emissionen aus den Verbrennungsmotoren reduziert und die Umwelt geschont werden. Die Ansteuerung erfolgt über eine so genannte sensorgestützte Verkehrsbeeinflussungsanlage. Dabei werden einerseits die tatsächlichen Werte der Luftgüte-Messstellen berücksichtigt, andererseits aber auch die ermittelte Verkehrsdichte sowie allgemeine meteorologische Rahmenbedingungen. An den Lufthunderter, wie die Regelung auch genannt wird, müssen sich auch jene halten, die mit umweltfreundlicher Technologie unterwegs sind, obwohl Erdgas- und Elektroautos wenig bis gar keine Stickstoffdioxide ausstoßen. Der ADAC weist darauf hin, dass Geldstrafen, die nicht direkt vor Ort vollstreckt werden, auch in Deutschland eingetrieben werden können. Deshalb sollten Autofahrer unbedingt auch die auf österreichischen Autobahnen zulässige Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h beachten.
Hinweis für Redaktionen: Diesen Pressetext mit Bild finden Sie auch im Internet zum Herunterladen unter www.presse.adac.de/regional/suedbayern