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12. November 2008

Kindersitze


An alle motorsportbegeisterten Eltern, Großeltern und Autofahrer,


viele Kinder werden mit dem Auto zum Sportunterricht gebracht.
Kinder bis 12 Jahre müssen entweder im Kindersitz, oder mit einer Sitzerhöhung transportiert werden.
Die Gefahren bei einem Unfall sind für Kinder wesentlich höher als bei Erwachsenen.
Die Wirbelsäule ist noch nicht so stabil, die Gurtbänder laufen näher am Hals und das Durchrutschen unter dem Beckengurt ist viel häufiger als bei Erwachsenen zu beobachten.
Nun gibt es Europaweit geltende Normen für Kindersitze und Sitzerhöhungen, die, die Unfallgefahr mindern sollen. Diese neuen Regelungen brachten etwas Verwirrung.
Hier nun eine einfache Darstellung auf was unbedingt beim Kauf geachtet werden muß:


Jeder Sitz muß mit einer Herstellernummer und einem EU-Prüfzeichen ausgestattet sein.
Die Bezeichnungen können unterschiedlich sein, je nach Herstellerland.
Was alle gemeinsam haben, ist, dass bei nicht mehr zulässigen Normen Bußgeld fällig wird!


Achten Sie auf die Ziffern zu Beginn der Herstellerzahlen, oder auf unten genannte ECE Zeichen!!!

ECE Norm R44/01 und 02 sind nicht mehr zulässig!!!
ECE Norm R44/03 oder E1/03 sind nur noch bis Juni 2009 zulässig!!!
Herstellerziffern müssen mit 04 beginnen, oder mit ECE Norm R44/04!!!

Wenn Sie danach in eine Verkehrskontrolle kommen, sind 30.-Euro Bußgeld fällig.
Wenn Sie Kindersitze entgegen der Fahrtrichtung auf dem Beifahrersitz transportieren, muß ein Aufkleber "Beifahrerairbag abgeschaltet" am Armaturenbrett sein.
Wenn nicht sind weitere 25.- Euro Bußgeld fällig.


Kaufen Sie nur Kindersitze mit der Norm E1/04 oder ECE R44/04 !!!

Achtung bei alten Sitzen! Kindersitze unterliegen auch Alterungsprozessen!

Kunststoff wird durch UV-Bestrahlung spröde, Hitze und Abnützung können auch die Haltbarkeit gefährden.
Sitzerhöhungen geben kaum Sicherheit. Nur der Sicherheitsgurt liegt nicht am Hals an.
Moderne Autos mit Seitenairbag können bei einem Seitenaufprall das Kind aus dem Gurt schleudern, oder den Kopf durch den Airbag so heftig bewegen, dass es zu gefährlichen Verletzungen kommt.

Als Entscheidungshilfe bei der Neuanschaffung dient der Test des ADAC in Heft 06/2008 oder unter www.ADAC.de